Wer heiratete Iulia (Tochter Agrippas)?
Lucius Aemilius Paullus heiratete Iulia (Tochter Agrippas) .
Iulia (Tochter Agrippas)
Iulia (eigentlich Vipsania Julia Agrippina; zur Unterscheidung von ihrer Mutter Iulia minor genannt) (* 19/18 v. Chr.; † 28 n. Chr.) war eine Tochter Agrippas und Iulias, der Tochter des römischen Kaisers Augustus.
Iulia wuchs mit ihrer Schwester Agrippina bei ihrer Stiefgroßmutter Livia Drusilla auf. Im Jahr 4 v. Chr. wurde sie mit ihrem Cousin Lucius Aemilius Paullus (Augustus’ erste Frau Scribonia war ihrer beider Großmutter) verheiratet. Mit ihm hatte sie eine Tochter, Aemilia Lepida, die mit dem späteren Kaiser Claudius verlobt wurde.
Im Jahr 8 n. Chr. wurde Iulia – wie schon ihre Mutter und ihr Bruder Agrippa Postumus vor ihr – verbannt, angeblich wegen ihres Lebensstils. Laut Tacitus hatte sie eine Affäre mit Decimus Iunius Silanus, dem Bruder des Marcus Iunius Silanus. Gelegentlich vermutet man, dass der Dichter Ovid, der im gleichen Jahr ebenfalls verbannt wurde, in die Affäre verwickelt war. Die Verlobung der Tochter mit Claudius wurde aufgelöst. Moderne Historiker vermuten, dass Iulias Verbannung ihre Ursache eher in ihrer Beteiligung an der Verschwörung ihres Ehemannes gegen Augustus hatte. Ein Kind, das sie in der Verbannung gebar, durfte gemäß dem Verbot des Augustus nicht anerkannt oder aufgezogen werden. Iulia starb an ihrem Verbannungsort auf den Tremiti-Inseln. Ihre Tochter heiratete Marcus Iunius Silanus Torquatus, einen Verwandten des Decimus Iunius Silanus. Ihre sämtlichen Nachkommen wurden von Agrippina der Jüngeren ermordet.
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Lucius Aemilius Paullus
Lucius Aemilius Paullus war ein römischer Politiker und Senator.
Paullus war ein Sohn des Paullus Aemilius Lepidus, Konsul im Jahr 34 v. Chr. Aufgrund seiner Ehe mit der jüngeren Iulia, einer Enkelin des Augustus, hatte er gute Beziehungen zum Kaiserhaus. Wohl deshalb bekleidete er schon im Jahr 1 n. Chr. gemeinsam mit seinem Schwager, Augustus’ Adoptivsohn und designierter Nachfolger Gaius Caesar, das Konsulat.
Über seinen weiteren Lebensweg wird in der Forschung kontrovers diskutiert. Dabei überwiegt die Meinung, dass Paullus bald bei Augustus in Ungnade gefallen und als Hochverräter hingerichtet worden sei. Dem vorausgegangen war wohl eine Verschwörung im Jahr 8 n. Chr., die Paullus mit seiner Gattin gegen Augustus geplant haben soll, nachdem deren jüngster Bruder Agrippa Postumus – die beiden älteren, von Augustus als Nachfolger adoptierte Brüder Gaius und Lucius Caesar waren bereits gestorben – auf die Insel Planasia verbannt worden war. Aufgrund der Verbannung seines Schwagers sah sich Paullus offenbar um die politischen Hoffnungen betrogen, die er in die Ehe mit der Enkelin des Augustus gesetzt hatte. Hingegen vertritt Ronald Syme die Auffassung, dass Paullus nicht hingerichtet worden sei, sondern lediglich ins Exil gehen musste. Er bezieht dabei auf eine Inschrift, in der ein Lucius Aemilius Paullus als Arvalbruder bezeichnet wird, den er mit Paullus gleichsetzt.
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